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Das Ostseebad Kolberg ist eine idyllische Stadt in der Region Westpommern mit einer über 100 Jahre langen Tradition. Die Stadt liegt direkt an der Ostseeküste Polens an der Mündung der Persante in die Ostsee. Der Küstenstreifen zwischen den Badeorten Swinemünde und Kolberg ist eine beliebte Ferienregion Polens. In den Sommermonaten ist es hier wärmer als in Deutschland. Kilometerlange, herrliche Ostseestrände laden ein, in der Sonne zu baden und zu relaxen. Das Angebot an sportlichen und kulturellen Aktivitäten ist in Kolberg imposant. Und auch das ländliche Gebiet rund um Kolberg mit seinen Badeseen und Kulturschätzen ist besuchswert. Der Strand von Kolberg, der einen Länge von ca. 6 km hat, eignet sich im Sommer herrvorragend zum Entspannen und Baden. Aber auch in der Vor- und Nachsaison ist der Kolberger Strand bezaubernd.
Das Ostseebad Kolberg ist ein staatlich anerkannter Kurort mit einem traditionsreichen Kurviertel, das sich im nördlichen Teil der Stadt ersteckt. Hier befinden sich die Kurheime, Kurhotels und Kuranstalten. Seit über zwei Jahrhunderten gehört Kolberg zu den schönsten Ostseebädern. Das milde, gesunde Mikroklima mit jährlich 1800 Sonnenstunden, die einwandfreie Wasserqualität, intakte Kieferwälder schaffen eine natürliche Kulisse für den Kuraufenthalt. Interessant ist auch der historische Stadtkern von Kolberg mit seinen schönen, restaurierten, denkmalgeschützten Bürgerhäusern, den unzähligen Restaurants, Cafés, Kneipen, Shops und Kunstgalerien.
Die meisten Urlauber und Kurgäste trifft man vor allem am Meer, im Hafen mit seinen bunten Fischkuttern und an der Kolberger Seebrücke. In den warmen Monaten erwarten Sie hier zahlreiche Ausflugsschiffe, die zu einer Schiffsreise auf der Ostsee einladen. Gepflegte Grünflächen, der Kurpark und der Ostseestrand sind ein Markenzeichen der Stadt. Kolberg erlitt im 2. Weltkrieg starke Zerstörungen, wurde aber rasch wieder aufgebaut und kehrte zu seinen Wurzeln zurück.
Die ersten Siedler amen bereits im 7. Jahrhundert nach hierher. Im 9. Jahrhundert entstand hier eine slawische Burg, 2,5 km von der Ostsee entfernt. Die Aufnahme Kolbergs zu Polen erfolgte 972 durch den polnischen Staatsgründer Mieszko I. Zwischen 1248 und 1610 war Kolberg Mitglied der historischen Hanse. Der Fischfang, die Salzproduktion und -handel sicherte den Kolbergern den Wohlstand. 1255 kam es zur Verleihung der Stadtrechte nach dem Lübischen Recht. Im Jahre 1648 kam die Stadt an Brandenburg. Im Siebenjährigen Krieg dreimal von der russischen Armee belagert, wurde Kolberg 1761 eingenommen. Eine weitere Belagerung fand 1807 statt, diesmal durch die Truppen Napoleons. Die Einwohner konnten die Angriffe der Franzosen abwehren.
Das 19. Jahrhundert bedeutet für Kolberg einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Stadt ist zu einem bedeutenden Moor- und Solebad geworden. Der 2. Weltkrieg brachte eine Zerstörung der Stadt. Aufgrund der getroffenen Entscheidungen im Potsdamer Abkommen wurde Kolberg polnisch und trägt seither den Namen Kołobrzeg.
Das Klima in der Kolberger Region wird vom Meer beeinflusst und bietet mit seiner jod- und eisenhaltigen Luft die besten Bedingungen für einen erfolgreichen Kuraufenthalt. Die natürlichen Verhältnisse - intakte Wälder und gesunde Seeluft garantieren eine gelungene Kur.
Kolberg (polnisch Kolobrzeg) gehört zu den beliebtesten Ferienorten an der polnischen Ostseeküste. Die Stadt verbindet kilometerlange Sandstrände, eine bewegte Geschichte und das besondere Flair eines traditionsreichen Kurortes. Ein Spaziergang am Meer, der Blick auf die Wellen, die sich am Pier brechen, und die frische, salzige Brise verleihen Kolberg eine einzigartige Atmosphäre, die Besucher zu jeder Jahreszeit begeistert. Zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt zählen der Leuchtturm, die weit ins Meer hinausragende Seebrücke, der Hafen und die imposante Kathedrale. Doch damit längst nicht genug: Kolberg hält zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten und besondere Orte bereit. Ob im sommerlichen Sonnenschein oder an einem stürmischen Wintertag – die Küstenstadt besitzt zu jeder Jahreszeit ihren ganz eigenen Reiz. Besonders bekannt ist Kolberg für seine heilkräftigen Solequellen und Moorbäder. Seit vielen Jahrzehnten kommen Kurgäste und Erholungssuchende hierher, um Körper und Geist eine Auszeit zu gönnen. Gleichzeitig ist die Stadt ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren und ausgedehnte Spaziergänge durch die aromatisch duftenden Küstenwälder.
Bei einem Spaziergang rund um das Rathaus können die wenigen historischen Bürgerhäuser leicht übersehen werden. Der Grund dafür ist die nahezu vollständige Zerstörung Kolbergs im Zweiten Weltkrieg: Rund 95 Prozent der Stadt lagen nach den Kämpfen in Trümmern. Eine besondere Ausnahme bildet das Schliffen-Haus, auch Kaufmannshaus genannt. Das spätgotische Bürgerhaus geht auf das 15. Jahrhundert zurück und gehört zu den historischen Schätzen der Stadt. Das heutige Gebäude ist allerdings eine detailgetreue Rekonstruktion, die zwischen 1957 und 1963 entstand.
Am Eingang des Hafens, genau dort, wo die Persante in die Ostsee mündet, steht eines der bekanntesten Wahrzeichen Kolbergs: der Leuchtturm. Das heutige Bauwerk wurde 1947 errichtet, nachdem der Vorgänger im Jahr 1945 gesprengt worden war. Mit einer Höhe von 26 Metern und einer Reichweite von rund 16 Seemeilen weist sein Licht Schiffen den Weg. Die Geschichte des Leuchtturms reicht allerdings deutlich weiter zurück: Bereits im Jahr 1666 gab es an dieser Stelle eine entsprechende Lichtquelle.
Unmittelbar neben dem Schliffen-Haus befindet sich das Polnische Waffenmuseum. Nicht nur Liebhaber von Militärgeschichte kommen hier auf ihre Kosten. Auf vergleichsweise kompakter Ausstellungsfläche zeigt das Museum eine beeindruckende Sammlung historischer Exponate. Sie vermittelt einen anschaulichen Überblick über die Entwicklung des polnischen Militärs – vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Mitten im historischen Zentrum erhebt sich der gotische Dom. Die fünfschiffige Hallenkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert und zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten Kolbergs. Vom 16. Jahrhundert bis zu ihrer Zerstörung im Jahr 1945 wurde er als evangelische Kirche genutzt. 1957 ging das Gotteshaus an die katholische Kirche über, die anschließend den Wiederaufbau vorantrieb. Ein besonderes Erlebnis ist die Aussichtsplattform im Turm. Gegen Eintritt können Besucher von hier einen beeindruckenden Rundumblick über die historische Altstadt, die Ostsee und die umliegende Landschaft genießen.
Kolberg blickt auf eine lange Biertradition zurück. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg war die Stadt für ihre Bierproduktion bekannt. Heute knüpft die Brauerei Colberg an diese Tradition an. Ihr Zuhause befindet sich im historischen neugotischen Wasserturm aus rotem Backstein, der im Jahr 1885 errichtet wurde. Hier lässt sich die Besichtigung mit einer kulinarischen Pause verbinden: Gäste können regionale Biere verkosten und dazu kleine Speisen genießen.
Das imposante neugotische Rathaus aus rotem Backstein erinnert mit seinem wehrhaften Erscheinungsbild an eine mittelalterliche Burganlage. Das Gebäude wurde in Form des Buchstabens C gestaltet und prägt bis heute das Stadtbild. In seinen Räumlichkeiten befinden sich unter anderem die städtische Touristeninformation, eine Galerie für moderne Kunst, der Stadtrat und das Standesamt. Auch ein Blick ins Innere lohnt sich: Dort können Besucher kostenlos Modelle von fünf historischen Rathäusern bewundern, die früher an dieser Stelle standen. Vor dem Gebäude fällt zudem ein markantes Granitdenkmal in Form eines Globus ins Auge.
Zu den wenigen Bauwerken, die die verheerenden Kriegszerstörungen überstanden haben, gehört das neugotische Hauptpostamt aus dem Jahr 1884. Heute ist das Gebäude nicht nur eine funktionierende Postfiliale, sondern zugleich ein sehenswertes Beispiel historischer Architektur mitten im Stadtzentrum.
Die Geschichte Kolbergs ist eng mit der Sole verbunden. Die mineralhaltige Flüssigkeit gilt als Überbleibsel eines urzeitlichen Meeres, dessen Entstehung mehr als zwei Millionen Jahre zurückliegen soll. Früher wurde die Sole vor allem zur Salzgewinnung genutzt. Heute steht ihre gesundheitliche Bedeutung im Mittelpunkt. Soleanwendungen werden insbesondere im Rahmen von Kur- und Wellnessbehandlungen eingesetzt und können unter anderem bei rheumatischen Beschwerden, bestimmten neurologischen Erkrankungen und Atemwegsproblemen unterstützend wirken.
Kolberg verfügt über einen der größten Fischereihäfen an der Ostsee. Dadurch landet täglich frischer Fisch in der Stadt – eine ideale Gelegenheit, regionale Spezialitäten direkt vor Ort zu probieren. Frischen Fisch gibt es außerdem auf dem Fischmarkt, der in der Regel montags bis samstags von 7 bis 13 Uhr geöffnet ist. Doch auch abseits des kulinarischen Angebots lohnt sich ein Besuch des Hafens. Die maritime Kulisse lädt zu entspannten Spaziergängen ein. Ein beliebtes Fotomotiv ist dabei die bekannte Skulptur eines Fischers mit seiner Frau.
Der weitläufige Strand zählt zu den schönsten Küstenabschnitten der polnischen Ostsee. Heller, feiner Sand, klares Wasser und eine gute touristische Infrastruktur machen ihn zu einem beliebten Ziel für Familien, Sonnenanbeter und Spaziergänger. An einigen Stellen erreicht der Strand eine beeindruckende Breite von bis zu 100 Metern und bietet damit viel Platz für entspannte Stunden am Meer.
Wer einen besonders idyllischen Ort sucht, sollte der Hainbuchen-Allee einen Besuch abstatten. Dicht aneinandergereihte Bäume bilden über dem Weg einen natürlichen Tunnel aus ineinander verschlungenen Baumkronen. Vor allem bei einem gemütlichen Spaziergang entsteht hier eine beinahe märchenhafte Atmosphäre – ein schöner Kontrast zur offenen Weite der Ostseeküste.
Direkt am Leuchtturm legen verschiedene Ausflugsschiffe zu Fahrten auf der Ostsee ab. Das Angebot reicht von nostalgisch gestalteten Piratenschiffen bis hin zu Schiffen, die historischen Torpedobooten nachempfunden sind. Eine typische Rundfahrt über das Meer und durch den Hafen dauert etwa 40 Minuten und bietet eine ganz neue Perspektive auf Kolberg und seine Küstenlandschaft.
Mit einer Länge von 220 Metern und einer Breite von neun Metern ragt die Seebrücke weit über die Ostsee hinaus. Während eines Spaziergangs befindet man sich rund 4,5 Meter über dem Meeresspiegel und kann den Blick ungehindert über die Küste schweifen lassen. Besonders stimmungsvoll ist ein Besuch in den Abendstunden: Die Seebrücke ist ein hervorragender Aussichtspunkt, um den Sonnenuntergang über der Ostsee zu erleben und schöne Urlaubsfotos aufzunehmen.
Ein außergewöhnliches Erlebnis erwartet Besucher im 11. Stock des Hotels Arka Medical SPA. Dort befindet sich das Drehcafé Eleven Club, das sich innerhalb von etwa 45 Minuten einmal vollständig um die eigene Achse bewegt. Während des Aufenthalts verändert sich der Ausblick ständig – so lässt sich bei Kaffee und Kuchen ein beeindruckendes Panorama über Kolberg, die Küste und die Ostsee genießen.
Naturfreunde sollten einen Ausflug in den Ökopark einplanen. Das rund 381 Hektar große Schutzgebiet beherbergt eine bemerkenswerte Vielfalt an Pflanzen und Tieren und gehört zu den schönsten Naturgebieten rund um Kolberg. Das Gebiet lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad über einen Küstenweg erkunden. Besonders interessant ist die Vogelwelt: Rund 80 verschiedene Vogelarten sind hier heimisch oder machen auf ihrem Zug Rast. Von einem Damm, der die weitläufigen Moor- und Feuchtgebiete voneinander trennt, bieten sich besonders gute Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Wer Ruhe, Natur und Küstenlandschaft miteinander verbinden möchte, findet hier einen wunderbaren Rückzugsort abseits des lebhaften Stadtzentrums.