Riesengebirge

Die Polen haben kein Geld für Urlaub

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Riesengebirge

Wer einen Ski-Urlaub zum Schnäppchenpreis sucht, dem sei Polen empfohlen. Viele traditionelle Ski-Gebiete haben in den letzten Jahren kräftig aufgerüstet. Die Pisten sind in gutem Zustand, die Hotelstandards entsprechend. Bonus: Die Gebiete in Polen sind nicht so überlaufen und im Riesengebirge gibt’s tolle Langlaufloipen und ideale Familienpisten. Das Riesengebirge (poln. Karkonosze) ist ein Teilgebirge der Sudeten an der Grenze zwischen Polen und Tschechien und erreicht mit der Schneekoppe eine Höhe bis 1603 Meter. Der Riesengebirgsnationalpark bildet mit seinen 430 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet Mitteleuropas. Er besteht aus dem Grenzkamm, die Grenze zu Polen und dem böhmischen Kamm, getrennt durch die Gebirgstäler Elb- und Weißwassergrund. Nördlich des Hauptkammes fällt das Gebirge steil nach Polen hin ab. Nur im Nordosten setzt sich das Riesengebirge in Polen im Landeshuter Kamm fort. Die bedeutendsten Flüsse auf polnischer Seite sind Kamienna (Zacken), Lomnica (Lomnitz) und Bóbr (Bober). Diese bilden aufgrund des starken Gefälles ebenfalls häufig imposante Wasserfälle, wie z.B. Wodospad Kamienczyka - Zackelfall (27m), Wodospad Szklarki - Kochelfall (13,5m) und Wodospad na Lomnicy - Lomnitzfall (10m). Entlang des Rückens des Riesengebirges verläuft die Europäische Wasserscheide, die den Zuflussbereich der Nordsee (Elbebecken) von dem der Ostsee (Oderbecken) trennt. Viele der Bäche des Riesengebirges fließen in Wasserfällen die senkrechten Abhänge der nacheiszeitlichen Schluchten und Steinschwellen hinunter. Die längste Folge von Wasserfällen im polnischen Riesengebirge bildet die Lomniczka, die zur Lomniczka-Schlucht fließt. Große Teile des Riesengebirges sind als Nationalpark geschützt. Der 56 km2 große Nationalpark existiert bereits seit 1959. Große Teile des Riesengebirges stehen zusätzlich als Biosphärenreservat unter dem Schutz der UNESCO. Der Riesengebirge-Nationalpark befindet sich auf dem Gebiet der Woiwodschaft Dolnoslaskie im südwestlichen Teil Polens an der Landesgrenze zur Tschechischen Republik. Der Riesengebirge - Nationalpark wird jährlich von über 1,5 Mio. Touristen besucht. Die touristische Infrastruktur umfasst 112 km Wege, 10 Lifte und 12 Berghütten. Der Riesengebirge - Nationalpark besitzt gut ausgebildete Pflanzenstufen: das Gebirgsvorland, die untere Hochwaldstufe, die obere Hochwaldstufe, die subalpine Stufe und die alpine Stufe. Typisch für die untere Hochwaldstufe sind die Buchenwälder. Die obere Hochwaldstufe bildet ein wenig differenzierter Fichtenwald. Die subalpine Stufe ist der floristisch reichste und bezüglich der Pflanzengemeinschaften differenzierteste Bereich des Riesengebirges. Es dominieren hier Zwergkiefernsträucher. Im Riesengebirge sind die typischen Vegetationszonen eines mitteleuropäischen Gebirges vertreten. Die Flusstäler und niederen Lagen bilden die submontane Zone. Die hier natürlicherweise vorherrschenden Laub- und Mischwälder wurden jedoch größtenteils durch Fichtenmonokulturen ersetzt. Nur in den Flusstälern sind noch Reste der Laubwälder vorhanden. Daran schließt die montane Vegetationszone an. Deren natürliche Nadelwaldbestände wurden ebenfalls zum großen Teil durch Fichtenmonokulturen ersetzt. Es existieren hier Pflanzenarten nebeneinander, die sonst mehrere tausend Kilometer voneinander getrennt sind, z.B. Moltebeeren. Einige Arten entwickelten sich unter den speziellen Bedingungen des Riesengebirges anders als in den Alpen oder in der Tundra. Sie sind endemisch, das heißt, sie kommen nur hier vor. Auf den höchsten Gipfeln findet man die alpine Vegetationszone. Hier herrschen Gras- und Flechtengesellschaften vor. Wichtig bei der Gestaltung der naturgeschichtlichen Bedingungen des Riesengebirges waren die vollständigen Vergletscherungen der Berge. Unter den Wirbeltieren sind die Vögel am zahlreichsten. Insgesamt wurden etwa hundert Arten festgestellt, u.a. der Sperlingskauz, der Auerhahn, der Birkhahn, der Rauhfußkauz, die Ringdrossel und die Alpenbraunelle. Im Riesengebirge leben über 40 Säugetierarten, darunter 16 Fledermausarten. Eine Attraktion des Riesengebirges ist der zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführte Mufflon. Kurz, vor den Grenzendes Nationalparks liegen zwei wachsende Urlaubsorte Schreiberhau - Szklarska Poreba und Krummhübel - Karpacz, die sich als Ausgangspunkte für eine Wanderung durch das Gebirge am besten eignen. Da das ganze Gebiet verhältnismäßig kompakt ist - die Gesamtlänge des Riesengebirges beträgt knapp 37 km - und das öffentliche, Verkehrsnetz gut ausgebaut ist, braucht man kaum mehr als einen Stützpunkt.
Wetter
Das Klima des Riesengebirges ist von häufigen Wetterumschwüngen geprägt. Die Winter sind kalt und Schneehöhen über 3 m keine Seltenheit. Weite Teile des Gebirges verbergen sich ca. 5-6 Monate unter einer Schneedecke. Die höheren Lagen sind oft in dichten Nebel gehüllt. Der Gipfel der Schneekoppe ist an durchschnittlich 296 Tagen zumindest zeitweise im Nebel bzw. in den Wolken verborgen. Die Durchschnittstemperatur auf der Schneekoppe beträgt ca. 0,2°C und entspricht damit der von Island. Die Kammlagen gehören zu den windexponiertesten Gegenden Europas. Auf der polnischen Seite ist der Föhn eine häufige Wettererscheinung. Der jährliche Niederschlag reicht von ca. 700mm am Fuße des Gebirges bis zu 1230mm auf der Schneekoppe. Mit bis zu durchschnittlich 1512mm in den Schneegruben werden die höchsten Niederschlagsmengen jedoch in den Tälern am Fuße des Hauptkammes erreicht.

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