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Małopolska (Kleinpolen) ist
ein historischer und ethnographischer Landstreifen, der teilweise
im oberen und teilweise im mittleren Flussgebiet der Weichsel
liegt. Er umfasst den größeren Teil der Polnischen Karpaten,
Kotlina Sandomierska (das Tal von Sandomierz), Kotlina Oświęcimska
(das Auschwitzer Tal) und Wyżyna Małopolska (das Kleinpolnische
Hochland). Die Bezeichnung „Małopolska” wird seit dem
15. Jahrhundert angewandt. Der lateinische Begriff - „Polonia
Minor” bedeutet „Jüngeres Polen” und zwar „jünger” im Vergleich
mit den Gebieten des gegenwärtigen Wielkopolska (Großpolen),
auf denen der polnische Staat entstand.
Die Natur von Małopolska ist einfach überwältigend. Zwischen Kraków (Krakau) und Częstochowa (Tschenstochau) liegt die Region Jura Krakowsko-Częstochowska,
ein Gebiet effektvoller Karsteinformen. Einen großen Teil der Jura-Hochebene bildet der Landschaftspark - Szlak Orlich Gniazd
(die Route der Adlernester). Sie besteht aus Burgfestungsruinen aus dem 14. Jh.
In der Nähe von Krakau liegt der Ojcowski Park Narodowy (Nationalpark von Ojców), dessen phantastischen Felsenformen,
Schluchten und einige Hundert Höhlen strengem Naturschutz unterliegen.
Die Hauptattraktion von Małopolska sind jedoch die Karpaten. In zahlreiche, sehr differenzierte Gebirgsketten unterteilt,
sind sie sowohl für lange Spaziergänge und Wanderungen als auch für Bergsteigen geeignet. Die höchste Gebirgskette ist die Tatra,
ein Gebirge mit Alpencharakter, voller malerischer Routen mit wunderschönen Aussichten (der höchste Gipfel, Rysy, liegt 2499 ü.d.M.).
Zu den Karpaten gehören auch die niedrigeren und weniger steilen Gebirgszüge: Beskidy, Gorce und Pieniny. Herrliche Wälder.
Ein dichtes Netz von Wander- und Radrouten ermöglicht interessante Wanderungen zwischen Bäumen, Waldlichtungen und Gebirgsbächen.
Häufig begegnet man Rehen, Hasen, seltenen Vogel- und Schmetterlingsarten.
In Małopolska liegt Krakau, die kulturelle Hauptstadt des Landes (hier befindet sich etwa ein Viertel der gesamten Museenbestände
Polens). 1978 wurde die Krakauer Altstadt und das Königsschloss auf dem Wawel auf die Liste des Weltkultur - und Naturerbes
der UNESCO gesetzt.
In der Nähe von Krakau, in Wieliczka, befindet sich die weltweit einzigartige Salzgrube, in der seit dem 13. Jh. ununterbrochen
Salz gewonnen wird. Die Besichtigung des unterirdischen Labyrinths der Korridore und Kammern ist ein wunderbares Erlebnis. Wieliczka
wird jährlich von über 700 Tsd. Touristen aus der ganzen Welt besucht.
Nicht weit von Krakau liegt Oswięcim-Brzezinka (Auschwitz-Birkenau) - das Museum des Vernichtungslagers. Während des 2. Weltkrieges
haben die Nazis hier etwa 1,5 Mio. Menschen ermordet.
Sehenswert ist auch Częstochowa (Tschenstochau) - der berühmteste Wallfahrtsort Polens mit dem Wunderbaren Bildnis der
Mutter Gottes von Częstochowa - der Schwarzen Madonna im Paulanerkloster auf dem Berg Jasna Góra.
Sie sollten auch unbedingt einen Ausflug nach Zakopane machen. Zakopane, ein malerischer Kurort am Fuße des höchsten polnischen Gebirges, der Tatra,
ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein Lieblingsort vieler Touristen. Man kann sich hier nicht nur erholen und wandern,
sondern auch Traditionen und Kultur der einheimischen Bergbewohner kennen lernen.
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